⏳ Haltefrist, Gewinne und Verluste verstehen
Der wohl wichtigste Begriff im Krypto-Steuerrecht ist die sogenannte Haltefrist. Sie entscheidet darüber, ob ein Verkauf steuerfrei ist – oder ob du deinen Gewinn versteuern musst.
📅 Die 1-Jahres-Frist
Wenn du eine Kryptowährung länger als 12 Monate hältst und danach verkaufst, ist der Gewinn in Deutschland steuerfrei – unabhängig vom Betrag. Verkaufst du innerhalb eines Jahres, ist der Gewinn steuerpflichtig (außer er bleibt unter der Freigrenze).
💶 Die 600-Euro-Freigrenze
Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften bleiben steuerfrei, wenn sie im Kalenderjahr unter 600 € bleiben. Aber: Sobald du die Grenze überschreitest – selbst um nur 1 € – wird der gesamte Gewinn steuerpflichtig.
📈 Was zählt als Gewinn?
Gewinn = Verkaufspreis – Anschaffungspreis (inkl. Nebenkosten). Wichtig: Du musst jede Transaktion sauber dokumentieren – inklusive Kaufdatum, Preis, Menge und Veräußerung.
📉 Was ist mit Verlusten?
Verluste aus Verkäufen innerhalb der Haltefrist kannst du mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen – oder sie in Folgejahre vortragen. Auch Verluste sollten gut dokumentiert werden, um sie steuerlich geltend machen zu können.